Typische norwegische Gerichte

Kjøttkaker in brauner Soße

Typisch norwegische Gerichte: Kjøttkaker in brauner Soße

Ursprünglich waren Kjøttkaker oft ein „Arme-Leute-Essen“. Sie wurden aus Fleischresten und billigen Zutaten wie Brotkrumen und Mehl hergestellt, um das Gericht sättigender und ergiebiger zu machen. Mit der Zeit wurden sie zu einem alltäglichen Grundnahrungsmittel.

Zutaten

Für die Hackfleischbällchen:

400 g Hackfleisch
2 TL Salz
1 TL Pfeffer
½ TL Muskat
2 EL Kartoffelmehl
1 ½ dl Wasser

 

Für die Sauce:

4 EL Butter
4 EL Mehl
1 Liter Fleischbrühe
Salz
Pfeffer
Zubereitung

Ca. 1 Minute alle Zutaten für die Klöße zu einem feinen und glatten Teig verühren. Flache Klöße von ca. 60 – 80 g formen. Die Klöße in Butter auf mittlerer Hitze ungefähr 2 Minuten auf jeder Seite anbraten.

Für die Soße Butter in einem Topf schmelzen und mit Mehl verrühren. Auf niedriger Hitze bräunen. Danach unter ständigem Rühren nach und nach Brühe darüber gießen. Die Soße ca. 10 min köcheln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Klöße in den Topf geben und diese ca. 10 min köcheln lassen.

Das Gericht mit gekochten Kartoffeln und Preiselbeeren oder Erbsenpüree oder beidem servieren.

Potetkaker

Zutaten
450 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend
160 g Paniermehl
125 g Sahne
1 Ei
4 EL Petersilie oder Schnittauchröllchen
100 g Käse, gerieben, würziger
120 g Schinkenwürfel, roh
Pfeffer, schwarzer, frisch gemahlen
Muskatnuss, geriebene
etwas Paniermehl zum Wälzen
etwas Fett zum Braten
etwas Salat, gemischter
Zubereitung

Schinkenwürfel in wenig Öl nicht zu scharf anbraten. Abkühlen lassen.

Kartoffeln schälen, kochen, abgießen und zu Brei stampfen. Mit Paniermehl, Sahne, gehackter Petersilie, Reibekäse und Schinkenwürfeln gut mischen. Dann das Ei unterarbeiten. Mit Pfeffer, Muskat und evtl. wenig Salz abschmecken.

Aus dem Teig 12 Kartoffelplinsen à ca. 70 g formen und diese leicht in Paniermehl wälzen. In einer Pfanne bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun braten.

Mit dem Salat auf Tellern anrichten.

Norwegisches Labskaus (Brun Lapskaus)

Hamburger Labskaus 1
GeoTrinity, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Labskaus entstand um 1700 zur Zeit der Segelschifffahrt (vermutlich in nordeuropa) und war zunächst ein Gericht der Seefahrer sowie Matrosen und bestand vor allem aus Pökelfleisch. Aufgrund der geschädigten Zähne durch Skorbut wurde das Pökelfleisch zerhackt oder püriert. Um Skorbut vorzubeugen wurden dazu dann Gurken und Rote Bete verspeist. Man erkannte, dass bestimmte Lebensmittel Skorbut vorbeugen, obwohl man damals noch nicht wusste, dass es am Vitamin C lag, was der Körper dringend brauchte.

Um 1870 kamen dann noch Kartoffeln zum Fleischbrei dazu. Anstatt Pökelfleisch wurde dann, zumindest an Land, auch Rinderhackfleisch verwendet.

Später gab es auch eine Variante mit Fisch.

Dieses Rezept (braunes Labskaus mit „p“) ähnelt der dänischen Variante, aber es werden 500 g klein geschnittener Rinderbraten (manchmal auch Schweinebraten) mit der Soße vom Vortag verwendet.

500 g mehlige Kartoffeln in Salzwasser gar kochen, pellen und mit etwas warmer Milch, einer Prise Muskat und Pfeffer im Topf zu Stampfkartoffeln verarbeiten und warm stellen.

Das zerkleinerte Bratenfleisch mit einer großen, nicht zu fein gewürfelten Zwiebel in einer Pfanne mit ein wenig Butterschmalz kurz anbraten, bis die Zwiebel glasig ist.

Einen ¼ l Bratensoße zufügen und kurz aufkochen, dann mit etwas gehackter Petersilie in den Topf zu den Stampfkartoffeln geben, gut vermischen, ggf. noch etwas Soße zufügen, sodass ein nicht zu flüssiger Brei entsteht und noch einmal abschmecken. Oft wird – wie beim „tyske labskaus“ – pro Portion ein Spiegelei mit serviert.