
New Hollywood
New Hollywood steht für eine thematische und auch stilistische Erneuerung. Nach dem Zusammenbruch des alten Studiosystems übernahmen in den 70er Jahren junge, an Filmhochschulen ausgebildete Regisseure das Ruder. Ihre Filme waren geprägt von Pessimismus, gesellschaftlicher Kritik und einer hohen künstlerischen Integrität. Ein Hauptthema der Filme dieser Zeit: Männer auf der Suche nach sich selbst und einem anderen Amerika. Doch – Spoiler – die Erwartungen der Protagonisten erfüllen sich in der Regel nicht.
Nouvelle Vague
Die Stilrichtung des französischen Kinos „Nouvelle Vague“ aus den 50er/60er Jahren schwappte in den 70er Jahren rüber nach Hollywood. Diese neue Art des Filmemachens machten verschiedene Aspekte aus: beispielsweise Drehen mit Handkameras außerhalb des Studios, Casten von eher unbekannten Schauspielern und Verwenden eines sogenannten „Jump-Cut“.
Wie es mit den großen Studios in den 1970er Jahren weiter ging:
Wie es mit den kleineren Studios in den 1970er Jahren weiter ging:
Actors Studio: Starlieferanten
Actors Studio „lieferte“ quasi sämtliche große Darsteller der erfolgreichen Filme dieser Zeit, wie z. B. Al Pacino, Robert De Niro, Dustin Hoffman, Jane Fonda und Marlon Brando.
Blaxploitation
Es entstand das Filmgenre des „Blaxploitation“. Filme wurden in diesem Genre aus Sicht von Afroamerikanern gedreht. Als Beispiel sei hier der Film „Sweet Sweetback’s Baadasssss Song (Sweet Sweetbacks Lied)“ aus dem Jahre 1971 genannt.
Europäische Studios in den 1970er Jahren:
Stereo- und Surroundsound
Neu war außerdem, dass man Filme nun vermehrt mit Stereosound ausstattete, also zwei Tonkanälen anstatt nur einem, beispielsweise in den Filmen „The Godfather (Der Pate)“ und „A Star is born“. Außerdem verwendete man nun auch immer mehr verschiedene Tonspuren, um die Stimmen, Geräusche und Musik individuell anpassen zu können, beispielsweise in den Filmen „Nashville“ und „Jaws (Der weiße Hai)„.
Ende der 70er Jahre begann man dann auch schon Filme nicht mehr nur in Stereo zu zeigen, sondern mit einem Surroundsound d. h. 4 und mehr Tonkanäle, ausstattete, beispielsweise der Film „Apocalypse Now“.
Filmmusik
Ab den 70er Jahren setzte man wieder bewusst große Orchester für die Filmmusiken ein, wie z. B. in den Filmen „Jaws (Der weiße Hai)“ und „Star Wars Episode IV„ von John Williams.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=BePfzCOMRZQ&list=RDBePfzCOMRZQ&start_radio=1
Quelle: YouTube Kanal von John Willams – Thema
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=54hoKbTWon4&list=RD54hoKbTWon4&start_radio=1
Quelle: You Tube Kanal von Deutsche Grammophon -DG
Quellen:
- Dokumentation „The Movies – Die Geschichte Hollywoods“, USA 2019, (produziert u.a. von Tom Hanks für CNN)
- Dokumentation „Making Waves: The Art of Cinematic Sound“, USA 2019, (produziert für arte)
- Norbert Grob und Bernd Kiefer: Stilepochen des Films. New Hollywood, Stuttgart, 2017, S. 12 und 14.
Filme aus den 70er Jahren:
- Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremaden Welt
- All the President’s Men (Die Unbestechlichen)
- Annie Hall (Der Stadtneurotiker)
- Chinatown
- Close Encounters of the Third Kind (Unheimliche Begegnung der dritten Art)
- The Conversation (Der Dialog)
- Dawn of the Dead (Zombie)
- The Deer Hunter (Die durch die Hölle gehen)
- Dirty Harry (1971)
- Dog Day Afternoon (Hundstage)
- The Godfather (Der Pate)
- The Godfather Part II (Der Pate – Teil II)
- Halloween – Nacht des Grauens
- Jaws (Der weiße Hai)
- Mad Max
- Manhattan
- The Man Who Would Be King (Der Mann, der König sein wollte)
- Monty Pythons Life of Brian (Das Leben des Brian)
- One Flew Over the Cuckoo’s Nest (Einer flog übers Kuckucksnest)
- Rocky
- Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung/Krieg der Sterne
- Superman
- Taxi Driver
