Filme in den 60er Jahren

60er Jahre - Entstehung der Blockbuster

Kino immer noch im Wettbewerb mit dem Fernsehen und der Niedergang des alten Hollywood

Auch in den 60er Jahren führte das Kino noch einen erbitterten Kampf gegen das Fernsehen. Immer weniger Zuschauer entschlossen sich zu einem Kinobesuch. Das klassische Studiosystem, das Jahrzehnte lang die Filmwelt dominiert hatte, geriet in eine tiefe Krise. Aus dieser Not heraus entstanden Blockbuster.

Die Geburt des „New Hollywood“

Gegen Ende des Jahrzehnts begannen junge US-Regisseure, die Ästhetik der Europäer zu adaptieren. Diese Filme waren politischer, pessimistischer und formal gewagter.

Komplexere Frauenrollen

Filme tauchten außerdem tiefer in die Psyche ihrer Figuren ein. Ein Beispiel hierfür ist der Film „Breakfast at Tiffanys (Frühstück bei Tiffany)“ aus dem Jahre 1961. Dieser Film ist auch ein gutes Beispiel für eine weitere Entwicklung: Frauenrollen wurden endlich komplexer.

Thema Rassismus in Hollywood

Gerade in den USA setzte sich in dieser Zeit auch die Filmwelt zunehmend mit dem Thema Rassismus gegenüber der afroamerikanischen Bevölkerung auseinander. Aus diesem Grund wurde z. B. 1962 der Roman „To Kill a Mockingbird (Wer die Nachtigall stört)“ verfilmt. 1964 wurde außerdem mit Sidney Poitier für seine Rolle im Film „Lilies of the Field (Lilien auf dem Felde)“ zum ersten Mal ein afroamerikanischer Schauspieler mit einem Oscar® für die Beste Hauptrolle ausgezeichnet.

Filmmusik in den 60er Jahren

Für die Filmmusik verwendete man ab den 60er Jahren neben Orchestermusik auch bekannte Titel aus der Popmusik (z. B. im Film „The Graduate/Die Reifeprüfung„) sowie Rockmusik (z. B. im Film „Easy Rider“). Außerdem setzte man vermehrt auf Titelmelodien, wie z. B. „Moon River“ in „Breakfast at Tiffanys (Frühstück bei Tiffany)„.

Bedeutende Filmgenres in den 60er Jahren

Musical-Filme

Hollywood produzierte zu dieser Zeit auch viele Musical-Filme, wie z. B. „My fair Lady“ oder  „Mary Poppins“ aus dem Jahre 1964.

Literaturverfilmungen

Außerdem wagte man sich zunehmend an Literaturverfilmungen, wie z. B. die Verfilmung des Romans „Doctor Zhivago (Doktor Schiwago)“ aus dem Jahre 1965.

Italo-Western

Der Italo-Western enstand in den 60er Jahren als die Mehrzahl der Western italienische Produktionen waren (besonders bekannt sind die von Sergio Leone, z. B. seine Dollar-Trilogie). Interessant ist, dass die Western zunächst dem klassischen Western entsprachen, doch nach und nach den Western selbstironisch persiflierten.

Psychologischer Horror

Alfred Hitchcock leitete mit Psycho (1960) eine Wende ein: Das Grauen war nun nicht mehr ein Monster von außen, sondern wohnte im Menschen nebenan.

Start der Bond-Filmreihe

In den 60er Jahren startete 1962 mit dem ersten James Bond Film „James Bond – 007 jagt Dr. No“ eine der erfolgreichsten Filmreihen. Damals mit Sean Connery als erstem Bond.

Bedeutende Filmemacher aus dieser Zeit (Auswahl):

  • Mel Brooks
  • Sergio Leone
  • Roman Polanski

Bedeutende Schauspieler aus dieser Zeit (Auswahl):

  • Peter O’Tool
  • Audrey Hepburn
  • Elizabeth Taylor
  • Stece McQueen
  • Sean Connery
  • Clint Eastwood

Filmmusikkomponisten aus dieser Zeit (Auswahl):

  • Henry Mancini (z. B. Breakfast at Tiffanys, The pink Panther)

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=yUg90wzawL4

Quelle: YouTube Kanal von Henry Mancini

  • John Barry (z. B. die James Bond Filme dieser Zeit)
  • Bernard Hermann (z. B. Psycho, Marnie)
  • Ennio Morricone ( z. B. Für eine handvoll Dollar, Zwei glorreiche Halunken, Spiel mir das Lied vom Tod)
  • Alex North (z. B. Spartacus, Cleopatra)

Quellen:

  • Dokumentation „The Movies – Die Geschichte Hollywoods“, USA 2019, (produziert u.a. von Tom Hanks für CNN)
  • Dokumentation „Making Waves: The Art of Cinematic Sound“, USA 2019, (produziert für arte)

Filme der 60er Jahre: