Die 1920er Jahre: Die goldenen Zwanziger

die goldenen 20er Jahre

Die „Big Five“

In den 1920er Jahren setzte sich die Filmlandschaft in Hollywood aus verschiedenen Studios zusammen. Zu den Big Five, das waren Studios, die zusätzlich auch weltweite Kinoketten besaßen, gehörten:

Paramount: Studio der Stars

Paramount Pictures war in den 1920er Jahren das „Studio der Stars“. Das Studio ließ sich Filme auch einiges kosten und investierte viel Geld in Kulissen und Kostüme. Beides ging auch damit einher, dass das Studio quasi das moderne Epos erfand, z. B. mit Filmen wie „Die Zehn Gebote“.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=2uU9qeFFQ90

Quelle: YouTube Kanal von Feature Film

MGM: Das neue Super-Studio

1924 entstand aus einer Fusion von drei Filmstudios ein neues „Super-Studio“: Metro-Goldwyn-Mayer (MGM), mit dem Ziel Paramount Konkurrenz zu machen. Um das zu erreichen kauften sie große Stars wie Greta Garbo, Buster Keaton oder Clark Gable ein.

Quelle: YouTube Video von 20th Century Sebastion

Fox Film Corporation: Heimat der Hochglanzwestern

Fox Film Corporation setzte ihren Erfolg mit den Hochglanzwestern sowie der Anwendung ihres Movietone-Verfahrens fort und wurde in den 1920er Jahren zum Vorreiter in Sachen Filmtechnik in den USA.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=1jxAeLMplV0

Quelle: YouTube Kanal von What Is Old Is New Again

First National: Zusammenschluss von Kinobesitzern

Außerdem gab es noch First National: einen Zusammenschluss von Kinobesitzern, die riesige Studios in Burbank bauten, um dort selbst Filme zu produzieren. 1928 wurden sie von Warner Bros. Pictures, Inc. aufgekauft, die dann ihren Platz innerhalb der Big Five einnahmen.

Warner Bros.: Der erste Tonfilm

Die vier Warner Brüder (Harry, Albert, Sam und Jack) gründeten 1923, nachdem sie zuvor schon selbst ein Kino besessen hatten und bereits Filme produziert hatten, Warner Bros. Pictures, Inc. Sie starteten quasi als kleines Familienunternehmen, was begann gegen die größeren Studios anzutreten.

Mit den Big Five konnten sie dann spätestens seit 1927 mit der Veröffentlichung des ersten Tonfilms „The Jazzsinger“ mithalten. Der Film ist allerdings streng genommen eher ein Musical-Film, da im Film hauptsächlich gesungen wird. Die Filmstudios dachten damals zunächst noch, dass keiner Schauspieler reden hören möchte.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=PMvn8Ws-l0c

Quelle: YouTube Kanal von André Bourbeau

Als Warner Bros. Pictures, Inc. feststellte, dass Menschen es im Gegensatz zu ihrer Annahme sogar liebten endlich Schauspieler in Filmen auch sprechen zu hören, veröffentlichten sie 1928 dann den ersten Film mit Sprechtext: „Lights of New York“. Für manche Schauspieler bedeuteten Filme mit Sprechtext jedoch das Ende ihrer Karriere. Nicht jeder Schauspieler, der gut spielen konnte, konnte deswegen auch überzeugend seinen Text sprechen.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=0h7LVDzlPwY

Quelle: YouTube Kanal von The Public Domain Vault

RKO Radio Pictures: Der Technik-Gigant

1928 gründete sich dann noch RKO Radio Pictures, die mit ihrer eigenen Tonfilm-Technik direkt zu den großen Studios aufschließen konnten. Sie waren ein recht experimentelles Studio ohne sich auf ein Genre festzulegen. Ihr Repertoire beinhaltete z. B. die Tanz-Musicals von Fred Astaire.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=y62s0alaYfE

Quelle: YouTube Kanal von Daniel Slade

Die „Little Three“

Zu den Little Three, Studios die keine eigenen Kinoketten besaßen, gehörten:

Universal: Heimat des Horrors

Universal Pictures erfand in den 1920er Jahren quasi den visuellen Horror, z. B. mit Filmen wie „Der Glöckner von Notre Dame“ oder „Das Phantom der Oper“ beide mit Lon Chaney, dem „Mann mit den tausend Gesichtern“. Sie etablierten quasi die ersten Horrorfilme, auch wenn es das Genre mit dieser Bezeichnung damals so noch nicht gab. Außerdem wurden auf dem Studiogeländer monumentale Kulissen, z. B. die Fassade der Notre-Dame-Kathedrale, gebaut, die dort oft dann jahrzehntelang stehenblieben.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=nzIEOAUTb-c

Quelle: YouTube Kanal von TV, Movies & Music

Columbia: Die B-Movie-Schmiede 

1924 gründete sich noch Columbia Pictures, eigentlich war sie das Ergebnis einer Umbenennung eines zuvor eher nicht so erfolgreichen Studios. In den 1920ern drehten sie zunächst vor allem B-Movies.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=XXD5bx6TOh4

Quelle: YouTube Kanal von PFS2021Channel Susatir-Gaulves-Reeve

United Artists: Unabhängige Künstler

Außerdem gab es noch United Artists: wie der Name schon verrät ein Zusammenschluss von Künstlern, die kein gemeinsames Studio hatten, sondern ihre Filme jeweils in ihren eigenen kleinen oder gemieteten Studios drehten. Dazu zählte auch Charlie Chaplin, welcher die Slapstick-Komödie weiter etablierte.

Der Indie-Außenseiter

Als damals noch Indie-Außenseiter gab es noch:

Disney: Hallo Mickey Maus!

1923 gründeten die Brüder Walt und Roy O. Disney das Disney Brothers Cartoon Studio. Roy war verantwortlich für die Finanzen und Walt war der kreative Kopf des Studios. Nach Anfangsschwierigkeiten brachte ihnen 1928 eine singende Maus den ersten großen Erfolg: Mickey war geboren.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=I5pG1wbRKOg

Quelle: YouTube Kanal von Did you Catch This?

Die UFA in den 1920er Jahren

Die UFA war in den 1920er Jahren das technologisch und künstlerisch fortschrittlichste Studio der Welt: das Spiel aus Licht und Schatten für eine ästhetische Spannung, z. B. in „Nosferatu“, Kameras auf Kränen, Fahrrädern oder vor den Bauch des Kameramanns geschnallt, z. B. in „Der letzte Mann“ sowie der damals wohl gewaltigste und teuerste Science-Fiction-Film: „Metropolis“ von Fritz Lang. Metropolis setzte damals schon Standards für futuristische Stadtbilder und Roboter-Design, die noch Jahrzehnte später (z. B. in Blade Runner oder Star Wars) sichtbar waren.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=KGyO4Kt8ZpU

Quelle: YouTube Kanal von Mathias

Quellen:

  • Dokumentation „The Movies – Die Geschichte Hollywoods“, USA 2019, (produziert u.a. von Tom Hanks für CNN)
  • Dokumentation „Making Waves: The Art of Cinematic Sound“, USA 2019, (produziert für arte)

Filme der 20er Jahre: