„Ich werde üben zu glauben, dass mein Mann mich liebt, aber ich könnte mich irren.“ Amy Elliott Dunne in Gone Girl

- Erscheinungsjahr: 2014
- Genre: Psychothriller
- Produktionsland: USA
- Regie: David Fincher
- Drehbuch: Gillian Flynn
- Musik: Trent Reznor und Atticus Ross
- Besetzung u. a.: Ben Affleck, Rosamund Pike, Neil Patrick Harris, Missi Pyle, Kim Dickens, Sela Ward
Trailer:
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=2-_-1nJf8Vg
Quelle: YouTube Kanal von 20th Century Studios
Worum geht’s:
An ihrem fünften Hochzeitstag stellt Nick Dunne (Ben Affleck) fest, dass seine Frau Amy (Rosamund Pike) spurlos verschwunden ist. Es gibt Anzeichen für einen Kampf im Haus. Nick meldet sie als vermisst, doch schnell gerät er selbst ins Visier der Ermittler.
Basiert auf:
Dem gleichnamigen Roman von Gillian Flynn.
Interessantes zur Besetzung:
Neben Rosamund Pike waren u. a. auch Reese Witherspoon, Charlize Theron, Natalie Portman, Emily Blunt, Rooney Mara, Jessica Chastain und Olivia Wilde für die Rolle der Amy Dunne im Gespräch.[1] Um die körperlichen Veränderungen von Amy darzustellen, musste Pike während des Drehs dreimal ihr Gewicht drastisch verändern (zunehmen und wieder abnehmen).
Neben Ben Affleck waren auch Brad Pitt und Jon Hamm für die Rolle des Nick Dunne im Gespräch.[2] Fincher wollte Ben Affleck für die Rolle des Nick Dunne, weil Affleck im echten Leben jahrelange Erfahrung mit der Boulevardpresse und öffentlicher Beobachtung hatte. Affleck bereitete sich vor, indem er Männer studierte, die des Mordes an ihren Frauen beschuldigt wurden (wie Scott Peterson).
Neil Patrick Harris wirkt mit seinem natürlichen Charisma im Kontext von „Gone Girl“ plötzlich unheimlich und bedürftig. Fincher wollte jemanden, bei dem man sich unwohl fühlt, obwohl er eigentlich „nett“ wirkt.
Erfolge:
Das Marketing-Konzept des „unzuverlässigen Erzählers“ wurde durch „Gone Girl“ wieder massentauglich gemacht.
Interessante Hintergrundinfos:
ACHTUNG SPOILER:
Die Szene, in der Amy Desi ermordet, war eine logistische Herausforderung: Es wurden über 130 Liter Kunstblut verbraucht. Da Fincher unzählige Takes macht, mussten das Set und die Schauspieler nach jedem Versuch stundenlang gereinigt werden. Rosamund Pike und Neil Patrick Harris mussten die Szene insgesamt 36 Mal drehen, bis Fincher mit dem Spritzmuster des Blutes und der Intensität der Bewegung zufrieden war.
Was erzählt uns der Film über seine Entstehungszeit:
Gone Girl war der erste Spielfilm weltweit, der komplett in 6K-Auflösung gedreht wurde.
Warum ist der Film heute noch bedeutend:
Der Film löste eine riesige Debatte über Geschlechterrollen, Ehe und den sogenannten „Cool Girl“-Monolog aus. Amy Dunnes Analyse darüber, wie Frauen versuchen, sich den Wünschen von Männern anzupassen, wurde zu einem kulturellen Phänomen und wird bis heute in Essays und sozialen Medien zitiert.
Gone Girl zeigt brillant, wie Medien und die Öffentlichkeit innerhalb von Stunden ein Urteil fällen. Nick wird nicht aufgrund von Beweisen verurteilt, sondern weil er „nicht traurig genug“ aussieht oder „falsch lächelt“. Er zeigt, wie Narrative wichtiger werden als die Wahrheit. Wer die bessere Geschichte erzählt (oder das bessere TV-Interview gibt), gewinnt
[1] https://www.imdb.com/de/title/tt2267998/trivia/?ref_=tt_ov_ql_3
[2] Vgl. Ebd.
