There Will Be Blood

“Es gibt Momente, da sehe ich einen Menschen an und sehe nichts, was ich leiden kann. Ich will so viel Geld verdienen, dass ich niemanden mehr sehen muss.” aus There Will Be Blood

There Will Be Blood Erdöl
  • Erscheinungsjahr: 2007
  • Genre: Drama
  • Produktionsland: USA
  • Regie: Paul Thomas Anderson
  • Drehbuch: Paul Thomas Anderson
  • Musik: Jonny Greenwood (Gitarrist der Band Radiohead)
  • Besetzung u. a.: Daniel Day-Lewis, Paul Dano

Trailer:

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=0FIm5ATyAY0
Quelle: YouTube Kanal von Miramax

Worum geht’s:

Um 1910 arbeitet sich Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis) in Südkalifornien vom Schürfer zum erfolgreichen Ölunternehmer und Multimillionär hoch. Dazu schreckt er auch nicht vor skrupellosen Methoden zurück. Immer wieder hat er es auch mit Widerständen zu tun, wie z. B. dem evangelikalen Prediger Eli Sundy (Paul Dano), der mit Daniel um Macht und Einfluss ringt.

Basiert auf:

Andersons Idee einer Fehde zweier Familien in der Wüste sowie dem Roman „Oil!“ von Upton Siclair aus dem Jahre 1927. Obwohl sich Anderson sehr weit vom Roman entfernte.

Erfolge:

„There Will Be Blood“ hat zwei Oscars® gewonnen:[1]

  • Daniel Day-Lewis als Bester Hauptdarsteller
  • Robert Elswit für die Beste Kamera

Interessante Hintergrundinfos:

Das erste Mal wurde Erdöl 1854 raffiniert. In den USA durfte damals derjenige Öl abbauen, dem das Land darüber liegende Land gehörte.

In einer alten Mine in Texas, in der die Eröffnungsszene des Films gedreht wurde, brach sich Daniel Day-Lewis eine Rippe als er seine Stunts selbst ausführte.[2]

Das Öl im Film ist in Wirklichkeit Methylcellulose (eine zähflüssige Lösung) die mit Lebensmittelfarbe geschwärzt wurde und für die Landschaft unbedenklich war.[3]

Der Film ist in sehr dunklen Farben gehalten, um das Thema des Films und die Atmosphäre noch zu unterstreichen.

Dass die Filmmusik zumeist nervig bis hin zu verstörend ist, ist tatsächlich Absicht und soll bei dem Zuschauer ein Unbehagen hervorrufen. Was sie, wie ich finde, auf jeden Fall tut.

Was erzählt uns der Film über seine Entstehungszeit:

Obwohl der Film um 1910 spielt, haben sich seine Themen nicht überholt. Er betrachtet kritisch die Kehrseite von Reichtum sowie den Zusammenhang zwischen Öl und Kapitalismus und auch den großen Einfluss von Religionen in den USA.

Warum ist der Film heute noch bedeutend:

Die Streitereien bzw. mittlerweile ja sogar Kriege  um Öl sind ja leider nach wie vor aktuell. Das Ganze hat heute aber viel größere Dimensionen als noch 1910.

Der Film wirft auch moralische Fragen auf: Wie weit ist man bereit zu gehen bzw. was nimmt man alles in Kauf, um seinen Reichtum zu maximieren? Im Film stellt sich die Frage vor allem für das Individuum, man kann diese Frage aber sogar auf ganze Staaten übertragen.


[1] https://www.oscars.org/oscars/ceremonies/2008/T?qt-honorees=1#block-quicktabs-honorees

[2] https://www.sueddeutsche.de/kultur/berlinale-film-there-will-be-blood-katholizismus-ist-haendewaschen-nach-dem-sex-1.280577

[3] https://www.spiegel.de/kultur/blut-und-blueten-a-428e6115-0002-0001-0000-000055668244?context=issue

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