Spartacus

„Ich bin Spartacus!“

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„Wenn ein freier Mann stirbt, verliert er die Freude am Leben. Ein Sklave verliert seinen Schmerz. Der Tod ist die einzige Freiheit, die ein Sklave kennt. Deshalb hat er keine Angst davor. Deshalb werden wir siegen!“ Spartacus, zu Tigranes Levantus

Spartacus

  • Erscheinungsjahr: 1960
  • Genre: Monumental– und Historienfilm
  • Produktionsland: USA
  • Regie: Stanley Kubrick
  • Drehbuch: Dalton Trumbo
  • Musik: Alex North
  • Besetzung u. a.: Kirk Douglas, Tony Curtis, Jean Simmons, Peter Ustinov, Laurence Olivier, Woody Strode

Trailer:

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=n-iElbJd8TA

Quelle: YouTube Kanal von Universal Pictures

Worum geht’s:

Spartacus (Kirk Douglas), ein thrakischer Sklave, arbeitet unter unmenschlichen Bedingungen in einem Steinbruch in Libyen. Nach einem Wutausbruch wird er fast getötet. Doch er wird von Lanista Lentulus Batiatus (Peter Ustinov) gekauft, der eine Gladiatorenschule in Capua betreibt. Dort lernt er die Sklavin Varinia (Jean Simmons) kennen, die ihm von Batiatus zum „Vergnügen“ zugeteilt wird. Spartacus lehnt dies ab, wodurch eine tiefe, respektvolle Bindung zwischen ihnen entsteht.

Als der reiche und ehrgeizige Senator Marcus Licinius Crassus (Laurence Olivier) und seine Begleiter die Schule besuchen, fordern sie einen Gladiatorenkampf auf Leben und Tod zur Unterhaltung. Spartacus‘ Freund Draba (Woody Strode) gewinnt, weigert sich aber, den besiegten Gegner zu töten. Stattdessen wirft er seinen Dreizack in die Loge von Crassus und wird daraufhin getötet. Drabas Tod und die grausamen Umstände lösen bei Spartacus und den anderen Gladiatoren die Rebellion aus. Sie entkommen, töten ihre Wachen und fliehen.

Basiert auf:

Der Film ist eine Adaption des 1951 veröffentlichten Romans Spartacus von Schriftsteller Howard Fast. Dieses basiert auf der wahren Begebenheit eines Sklavenaufstands im antiken Rom: Spartacus war der Anführer der aufständischen Sklaven im dritten Sklavenkrieg (73–71 v. Chr.).

Interessantes zur Besetzung:

Neben Jean Simmons waren u. a. auch Ingrid Bergman und Audrey Hepburn im Gespräch für die Rolle der Varinia.[1]

Das Mädchen, welches Jean Simmons, als Baby im Arm hielt, arbeitete später als Stuntfrau.[2]

Erfolge:

2017 wurde Spartacus in das National Film Registry (Verzeichnis US-amerikanischer Filme, die als besonders erhaltenswert angesehen werden) aufgenommen.[3]

 „Spartacus“ hat vier Oscars® gewonnen:[4]

  • Peter Ustinov als Bester Nebendarsteller
  • Beste Kamera
  • Bestes Szenenbild
  • Bestes Kostümdesign

Interessante Hintergrundinfos:

Stanley Kubrick war mit dem Film nie ganz zufrieden, da es die einzige Produktion war, bei der er nicht die volle künstlerische Kontrolle hatte. Die Spannungen zwischen dem perfektionistischen, methodischen Kubrick und dem temperamentvollen, gleichzeitig als Star und Produzent agierenden Douglas waren so stark, dass Douglas später in Interviews bestätigte, dass er und Kubrick gemeinsam einen Therapeuten aufsuchten, um die Produktion fortsetzen zu können.

Der Film war Stanley Kubricks erster Farbfilm.[5]

Für die monumentale Endschlacht wurden in der Nähe von Madrid 8.000 bis 10.000 Soldaten der spanischen Armee als Statisten eingesetzt, um die römischen Legionen darzustellen.[6]

187 Stuntman wirkten im Film mit.[7]

Das Set des Gladiatorencamps kostete 40.000 $.[8]

Der berühmte Massenruf „Ich bin Spartacus!“ wurde nicht von den Statisten am Set aufgezeichnet. Stattdessen wurden 76.000 Zuschauer eines Footballspiels (zwischen Michigan State University und Notre Dame) im Spartan Stadium instruiert, den Ausruf auf Kommando zu brüllen, um die beeindruckende Akustik für den Film zu erzeugen.

Der Film wurde im Breitwandformat Super 70 Technirama produziert.[9]

Während des Drehs kamen Kranfahrten und bewusste Achsensprünge zum Einsatz.[10]

2004 wurde von Robert Dornhelm die Neuverfilmung Spartacus veröffentlicht.

Einige Unterschiede zu den historischen Fakten:

Eine Sklavin namens Varinia hat es nicht gegeben.

Spartacus starb tatsächlich schon während der Schlacht.

Warum ist der Film heute noch bedeutend:

Der Film ist ein starkes Plädoyer gegen Sklaverei und Unterdrückung. Der Film thematisiert nicht nur den Aufstand, sondern die universelle Sehnsucht nach Freiheit und Würde im Angesicht totalitärer Unterdrückung.

[1] https://www.imdb.com/de/title/tt0054331/trivia/?ref_=tt_ov_ql_3

[2] Vgl. Ebd.

[3] https://www.loc.gov/programs/national-film-preservation-board/film-registry/complete-national-film-registry-listing/

[4] https://www.oscars.org/oscars/ceremonies/1961

[5] Fabienne Liptay und Matthias Bauer: Filmgenres. Historien- und Kostümfilm, Stuttgart, 2013, S. 189.

[6] https://www.imdb.com/de/title/tt0054331/trivia/?ref_=tt_ov_ql_3

[7] Vgl. Ebd.

[8] Vgl. Ebd.

[9] Vgl. Ebd.

[10] Fabienne Liptay und Matthias Bauer: Filmgenres. Historien- und Kostümfilm, Stuttgart, 2013, S. 191.