Some Like It Hot (Manche mögen’s heiß)

„Es kommt nicht darauf an, wie lange man wartet, sondern auf wen.“ aus Some Like It Hot

Some Like It Hot
  • Erscheinungsjahr: 1959
  • Genre: Komödie
  • Produktionsland: USA
  • Regie: Billy Wilder
  • Drehbuch: Billy Wilder und I.A.L. Diamond
  • Musik: Adolph Deutsch und Matty Malneck
  • Besetzung u. a.: Marilyn Monroe, Tony Curtis, Jack Lemmon, Joe E. Brown
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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=97TYs2YXbJw
Quelle: YouTube Kanal von MGM

Worum geht’s:

1929: In Chicago werden die beiden Musiker Jerry (Jack Lemmon) und Joe (Tony Curtis) Augenzeugen eines Massakers der Mafia. Um den Killern zu entkommen, tauchen sie dann als Frauen verkleidet in einer Damenkapelle unter. Jerry alias Daphne wird zum Objekt der Begierde eines älteren Millionärs (Joe E. Brown) und Joe macht sich dann, verkleidet als Millionenerbe Shell Junior, an die Sängerin Sugar (Marilyn Monroe) heran. Doch die Mafia bleibt ihnen auf den Fersen.

Basiert auf:

Einer Geschichte von Robert Thoeren und Michael Logan.

Interessantes zur Besetzung:

Marilyn Monroe war damals die begehrteste Schauspielerin Hollywoods. Der Film war auch deshalb der Höhepunkt ihrer Karriere. Drei Jahre nach Erscheinen des Films starb sie dann.[1]

Auch Tony Curtis war schon ein etablierter Schauspieler in Hollywood.

Anders sah es mit Jack Lemmon aus, der war zu dieser Zeit ein noch recht unbekannter Schauspieler. Neben Jack Lemmon waren zudem auch Jerry Lewis und Frank Sinatra für die Rolle des Jerry/Daphne im Gespräch.[2]

Erfolge:

1989 wurde Some Like It Hot in das National Film Registry (Verzeichnis US-amerikanischer Filme, die als besonders erhaltenswert angesehen werden) aufgenommen.[3]

„Some Like It Hot“ hat außerdem einen Oscar® gewonnen:[4]

  • Bestes Kostümdesign

Interessante Hintergrundinfos:

Der Film war außerdem einer der letzten großen Filme aus der Goldenen Ära Hollywoods.

Der Schwarzweißfilm ist zudem eine Persiflage auf Gangsterfilme und Melodramen. Außerdem steht er in der Tradition der so genannten Screwball-Komödie: schnelles Tempo, schwungvolle Dialoge, Wortwitz sowie Slapstick-Einlagen.[5]

Der Film thematisiert Themen der 20er Jahre, wie beispielsweise die Prohibition sowie das Aufkommen des Jazz und der Flapper-Girls. Auch auf das Chicagoer Gangstermilieu wird Bezug genommen.

Wilder benutzt oft das gestalterische Mittel der Parallelmontage.

ACHTUNG SPOILER

Der Film folgt einer klassischen Struktur von drei Akten:

1. Akt: Erklärt warum die beiden Männer von der Mafia verfolgt werden.

2. Akt: Die beiden Männer werden zu Frauen und Sängerin Sugar wird eingeführt.

3. Akt: Die beiden Männer werden von der Mafia gefunden.

Was erzählt uns der Film über seine Entstehungszeit:

Wilder spielt durch viele erotische Anspielungen mit der Prüderie der USA in den 50er Jahren.

Gestalterisch benutzt Wilder für diese Zeit eher untypische harte und auch schnelle Schnitte.

Was erzählt uns der Film über die damalige Gesellschaft:

Der Film spielt mit den Geschlechterrollen und überspitzt dabei in ironischer Weise aber auch typische Geschlechterklischees. Der Staat Kansas fand damals dieses Spiel mit den Geschlechtern für seine Bevölkerung zu verstörend, weswegen der Film damals dann in Kansas verboten war.[6]

Diese Überspitzung nutzt Wilder auch, wenn er den Unterschied zwischen den ärmeren und reicheren Menschen herausarbeitet.

Warum ist der Film heute noch bedeutend:

Das Thema Geschlechteridentität ist wohl heute so präsent wie nie.


[1] https://www.spiegel.de/politik/die-amerikanische-venus-a-2579f7e3-0002-0001-0000-000023685538?context=issue

[2] https://m.imdb.com/title/tt0053291/trivia/?ref_=tt_ql_trv

[3] https://www.loc.gov/programs/national-film-preservation-board/film-registry/complete-national-film-registry-listing/

[4] https://www.oscars.org/oscars/ceremonies/1960/S?qt-honorees=1#block-quicktabs-honorees

[5] https://www.britannica.com/topic/Some-Like-It-Hot

[6] https://m.imdb.com/title/tt0053291/trivia/?ref_=tt_ql_trv

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