Mary Poppins

„Ihr dürft nie etwas nach dem äußeren Anschein beurteilen, auch keine Reisetasche. Ich würde nie so etwas tun!“ Mary Poppins

New Amsterdam Theatre Mary Poppins 2007 NYC
Photo: Andreas Praefcke, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons
  • Erscheinungsjahr: 1964
  • Genre: Musical, Fantasyfilm
  • Produktionsland: USA
  • Regie: Robert Stevenson
  • Drehbuch: Bill Walsh und Don DaGradi
  • Musik: Richard M. Sherman und Robert B. Sherman, Arrangements und Musikalische Leitung: Irwin Kostal
  • Besetzung u. a.: Julie Andrews, Dick Van Dyke, David Tomlinson, Glynis Johns, Karen Dotrice, Matthew Garber

Trailer:

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=x3pqr8e4ulM

Quelle. YouTube Kanal von Film Trailer Channel

Worum geht’s:

Die wohlhabende Familie Banks lebt in der Cherry Tree Lane Nr. 17. Die Kinder, Jane (Karen Dotrice) und Michael (Matthew Garber), sind ziemlich aufmüpfig und vergraulen ein Kindermädchen nach dem anderen. Mr. Banks (David Tomlinson), ein strenger, pflichtbewusster Bankier, legt Wert auf Ordnung und Disziplin und hat wenig Zeit für seine Kinder. Mrs. Banks (Glynis Johns) ist oft mit ihren Aktivitäten als Suffragette (Frauenrechtlerin) beschäftigt. Als die Kinder wieder einmal das Hauspersonal zur Verzweiflung bringen, schwebt plötzlich Mary Poppins (Julie Andrews) mit ihrem Regenschirm vom Himmel herab. Sie entspricht genau der Beschreibung, die Jane und Michael in ihrer eigenen, verworfenen Stellenanzeige für ein perfektes Kindermädchen gegeben hatten.

Basiert auf:

P. L. Travers’ ersten beiden Mary-Poppins-Romanen.

Interessantes zur Besetzung:

Der Film war Julie Andrews‘ Filmdebüt.

Dick Van Dyke spielte zwei Rollen im Film: den Schornsteinfeger Bert und den sehr alten Bankdirektor Mr. Dawes Sr.

Erfolge:

2013 wurde Mary Poppins in das National Film Registry (Verzeichnis US-amerikanischer Filme, die als besonders erhaltenswert angesehen werden) aufgenommen.[1]

„Mary Poppins“ hat fünf Oscars® gewonnen:[2]

  • Julie Andrews als Beste Hauptdarstellerin
  • Beste Spezialeffekte
  • Bester Schnitt
  • Richard M. Sherman und Robert B. Sherman für die Beste Filmmusik
  • „Chim Chim Cher-ee“ als Bester Filmsong

Interessante Hintergrundinfos:

Im Dezember 2018 kam Mary Poppins’ Rückkehr, die Fortsetzung von Mary Poppins in die Kinos.

Die schwierige Entstehungsgeschichte, insbesondere die Konflikte zwischen Walt Disney (gespielt von Tom Hanks) und der Autorin P.L. Travers (gespielt von Emma Thompson), wurde im Film Saving Mr. Banks (2013) verarbeitet.

Was erzählt uns der Film über seine Entstehungszeit:

Der zentrale Konflikt des Films – Mr. Banks‘ kalte Fixierung auf Arbeit und Geld gegenüber der emotionalen Vernachlässigung seiner Familie – resonierte stark mit der amerikanischen Mittelschicht der 1960er Jahre. Nach der Nachkriegszeit, in der die Rolle des Mannes als unantastbarer Alleinversorger gefestigt war, gab es eine wachsende gesellschaftliche Diskussion über die emotionale Distanz der Väter und die Notwendigkeit, „Zeit für die Kinder“ zu finden.

Mary Poppins war bahnbrechend in seiner Kombination von Realfilm und Animation.

Was erzählt uns der Film über die damalige Gesellschaft:

Mr. Banks vertritt einen autoritären Erziehungsstil, der in den 1960er Jahren zunehmend hinterfragt und durch humanistischere, kindzentriertere Ansätze ersetzt wurde. Mary Poppins‘ Stil zeigt einen Weg auf, wie man Struktur mit Freude verbinden kann.

Die Darstellung von Mrs. Banks als begeisterte Frauenrechtlerin reflektierte die wiederauflebende feministische Bewegung der 1960er Jahre (der sogenannte „Second Wave Feminism“).

Warum ist der Film heute noch bedeutend:

Die Kernbotschaft des Films, dass Liebe und Zeit wichtiger sind als Status und Geld, ist zeitlos.

[1] https://www.loc.gov/programs/national-film-preservation-board/film-registry/complete-national-film-registry-listing/

[2] https://www.oscars.org/oscars/ceremonies/1965