Kartoffeln

 

Kartoffeln der Sorte Marabel
Tilmann, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons

Saison

Sie hat in Deutschland von Juli bis Oktober Saison.

Ihre Geschichte

Seit Jahrtausenden wurde die Knolle in Südamerika von den einheimischen Völkern kultiviert. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit an kühle Klimazonen und schlechte Böden wurde die Kartoffel zu einem zentralen Lebensmittel der Hochkulturen.

Mitte des 16. Jahrhunderts entdeckten die Spanier die Knolle auf ihren Expeditionen in Südamerika und nahmen sie mit in ihr Heimatland.

Von Spanien aus verbreitete sich die Knolle dann nach Italien und schließlich  in ganz Europa. Mit dem Anbau der Kartoffel in Europa begannen zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Iren.

In Deutschland wurde die Knolle spätestens ab Mitte des 17. Jahrhunderts angebaut, denn die Hungersnöte und Kriege (wie der Dreißigjährige Krieg und der Siebenjährige Krieg) zwangen die Menschen die Kartoffel, weil sehr nahrhaft, anzubauen.

1748 veröffentlichte die schwedische Wissenschaftlerin Eva Ekeblad ihre Studie zur Herstellung von Brot, Alkohol, Stärke und Puder aus der Knolle. Ihre Erkentnisse trugen zur Verbreitung der Knolle als Lebensmittel bei.

Eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung der Kartoffel in Deutschland spielte der preußische König Friedrich II. („Der Alte Fritz“). Er erkannte den Wert der Knolle für die Ernährung seiner Bevölkerung und erließ 1756 den berühmten „Kartoffelbefehl“, eine Verordnung, die den Bauern den Anbau der Kartoffel zur Pflicht machte, um Hungersnöten vorzubeugen. Die berühmte Anekdote besagt, dass Friedrich der Große Kartoffelfelder demonstrativ von Soldaten bewachen ließ, um die Bauern glauben zu machen, dass es sich um eine besonders wertvolle Frucht handele, die gestohlen werden müsse.

Im 19. Jahrhundert etablierte sich die Knolle in weiten Teilen Europas als Volksnahrungsmittel und trug maßgeblich zur Ernährung der wachsenden Bevölkerung bei, insbesondere während der Industrialisierung.

Die extreme Abhängigkeit von einer einzigen Sorte führte jedoch in Irland in den 1840er-Jahren zur Großen Hungersnot (The Great Famine), als die Kraut- und Knollenfäule fast die gesamte Ernte vernichtete.

Heute ist die Kartoffel nach Reis, Weizen und Mais die viertwichtigste Nahrungspflanze der Welt.

Wo wird sie angebaut?

Sie werden in China, Indien, Russland, den USA, Deutschland, der Ukraine und Polen angebaut.

Was kann sie?

Antioxidantien schützen die Zellen und können das Risiko für Herzkrankheiten, Diabetes und Krebs reduzieren.

Sehr reich an Kalium. Dieser Mineralstoff ist essenziell für die Regulierung des Blutdrucks und die Funktion von Muskeln und Nerven.

Sie ist ein guter Vitamin-C-Lieferant (auch „Zitrone des Nordens“ genannt). Vitamin C stärkt das Immunsystem und ist wichtig für die Kollagenbildung.

Enthält wichtige B-Vitamine (z. B. B1, B3, B6), die eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel und für das Nervensystem spielen.

Kartoffelsaft hilft gegen Sodbrennen und Kartoffelbrei kann auch bei Magen-Darm-Beschwerden gegessen werden, da er leicht verdaulich ist.

Kalte Wickel aus gewaschenen rohen Kartoffeln haben bei rheumatischen Entzündungen, Verstauchungen oder Mückenstichen  eine heilende Wirkung.

Leckere Gerichte