Erbsen

Erbsen in Schale
IgorCalzone1, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Saison

Erbsen haben in Deutschland von Juni bis September Saison.

Ihre Geschichte

Ab etwa 8000 v. Chr. ist der Anbau von Erbsen durch archäologische Funde belegt, damit gehört sie mit zu den ältesten Kulturpflanzen. Funde liegen aus zahlreichen Siedlungen des präkeramischen Neolithikums aus dem fruchtbaren Halbmond Vorderasiens vor. Die bisher ältesten Funde stammen aus Aswad in Syrien und sind etwa 10.500 bis 10.200 Jahre alt, Funde aus Çayönü in Anatolien sind nur wenig jünger. Schon ab ca. 7.000 v. Chr. liegen auch Funde aus Ausgrabungen von Zypern und aus dem Ägäisraum vor. Auch in Bulgarien ist die Kultur fast ebenso alt.

Im europäischen Mittelalter war die Erbse neben Getreide und Rüben ein wichtiges Grundnahrungsmittel für die breite Bevölkerung. Sie wurde in getrockneter Form gelagert und häufig als nahrhafte Speise (z. B. als Erbsensuppe) verzehrt, um den hohen Eiweißbedarf zu decken. Die berühmte Erbsenwurst, eine der ersten industriellen Lebensmittelkonserven, wurde später, im 19. Jahrhundert, aus gemahlenen Erbsen entwickelt.

Erst im 17. Jahrhundert erlebte die Erbse eine Wandlung von einem einfachen Grundnahrungsmittel zur Delikatesse. An den Höfen des Adels, insbesondere in Frankreich zur Zeit Ludwigs XIV., wurden die jungen, unreifen Grünerbsen und Zuckererbsen (Kaiserschoten), bei denen die Hülsenwand zart bleibt, als Feingemüse geschätzt.

Wo werden sie angebaut?

Erbsen werden in Kanada, Russland, China, Indien, Frankreich, GB, Ungarn, Spanien und Italien.

Was können sie?

Sie enthalten Molybdän. Es hemmt Bakterien in ihrem Wachstum und beugt Karie vor.

Sie enthalten außerdem Saponine. Sie sind Radikalfänger, die das Immunsystem stärken. Außerdem wirken die Pflanzenstoffe antibiotisch, cholesterinsenkend und krebshemmend.

Erbsen enthalten Anthocyane. Sie sind wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe mit einer antioxidative Wirkung. Karzinogene und Mutagene werden von Anthocyanen schnell beseitigt, so dass in Folge Krebserkrankungen verhindert werden können. Ebenso hemmen Anthocyane Entzündungen und schützen die Gefäße.

Erbsen enthalten viele essenzielle Aminosäuren, wie z. B. Lysin, was sie zu einer wertvollen Proteinquelle, insbesondere für vegetarische und vegane Ernährungsweisen, macht.

B-Vitamine sind wichtig für die Zellteilung, das Nervensystem und die Blutbildung. Besonders wertvoll vor und während der Schwangerschaft.

Vitamin C ist ein starkes Antioxidans, das das Immunsystem unterstützt und die Eisenaufnahme verbessert.

Vitamin K ist essentiell für die Blutgerinnung und die Knochengesundheit.

Eisen ist wichtig für den Sauerstofftransport im Blut und die Verringerung von Müdigkeit.

Magnesium unterstützt die Muskel- und Nervenfunktion, sowie den Energiestoffwechsel.

Kalium hilft bei der Regulierung des Blutdrucks und der Herzgesundheit.

Sie tragen zur Darmgesundheit bei, da die darin enthaltenen Ballaststoffe im Darm Wasser an sich binden, aufquellen und auf diesem Wege die Verdauung ankurbeln.

Leckere Rezepte mit Erbsen