
Saison
Birnen haben in Deutschland von August bis Oktober Saison.
Was sind sie?
Sie gehören zum Kernobst, da sie Kerne haben.
Ihre Geschichte
Sie stammt ursprünglich aus Vorderasien (Anatolien, Kaukasus) sowie Ost-Asien (China). Die heutigen Kultursorten sind wahrscheinlich aus Kreuzungen zwischen westasiatischen und europäischen Wildbirnen entstanden.
Die Römer übernahmen und förderten den Anbau stark, brachten sie schließlich in ihre Kolonien bis nach Mitteleuropa.
Schon früh wurden parallel verschiedene Birnensorten gezüchtet. Theophrast erwähnt drei, Cato fünf bis sechs und Plinius erwähnt mindestens 38 Sorten.
Nach dem Ende des Römischen Reiches ging der Anbau in Mitteleuropa zunächst zurück. Er wurde jedoch ab etwa 600 n. Chr. in Klöstern und von Adelsfamilien wieder aufgenommen und verbreitet.
Ihre kulinarische Hochphase erlebte sie in Frankreich und Belgien, insbesondere ab dem 15. Jahrhundert. Unter König Ludwig XIV. (Sonnenkönig) wurde die Birne zur Delikatesse und ihr Anbau durch Züchter stark vorangetrieben.
Im 17. Jahrhundert kannte Le Lectier in Frankreich 254 Sorten.
Im 19. Jahrhundert berichtete der französische Pomologe André Leroy 900 Varietäten. Die heutige Anzahl der Sorten in Alter und Neuer Welt wird auf 5000 geschätzt.
Wo wird sie angebaut?
Sie werden in China, Argentinien, den USA, der Türkei, Südafrika, Belgien, Niederlande, Spanien, Italien und Portugal angebaut.
Was kann sie?
- Sie wird schnell verdaut, bleibt nur ganz kurz im Magen und liefert die gelösten Vitalstoffe rasch in den Darm. Sie wirkt dadurch darmreinigend und bekämpft Verstopfungen. Birnen entgiften den Darm. Die Gerbsäuren der Birne unterstützen die Ausheilung von Entzündungen im Magen- Darm-Bereich.
- Sie sind reich an Folsäure, die das Wachstum und die Blutbildung fördert, und die Herz und Kreislauf schützt. Folsäure fördert aber auch die gute Laune, weil sie die Bildung von Glückshormonen ankurbelt.
- Sie haben viel Vitamin C, das zur Stärkung des Immunsystems beiträgt.
- Sie verfügen über die ganze Palette der B-Vitamine. Wichtig für die Nerven.
- Kalium hilft bei der Regulierung des Blutdrucks und ist wichtig für die Herzfunktion und den Wasserhaushalt des Körpers (wirkt leicht entwässernd).
- Magnesium und Phosphor ist wichtig für Knochen, Zähne und die Funktion von Nerven und Muskeln.
- Eisen kann in geringen Mengen zur Blutbildung beitragen.
- Birnen liefern uns die Mineralstoffe und Spurenelemente Kupfer, Zink und Kalzium. Sie hat auch viel Betacarotin. Das Zusammenspiel dieser Mineralstoffe und Vitamine macht es möglich, dass man mit Birnenessen viele Umweltschadstoffe rasch aus dem Körper abtransportieren kann.
- Sie stärken die Nieren und die Blase.
- Sie können erhöhten Blutdruck senken.
- Ganz kurz im Wasser gekochte Birnen sind ein Hausmittel gegen Rheuma, Gicht und Arthritis. Die Erklärung dafür: Beim Kochen werden bestimmte Enzyme freigesetzt, die Harnsäure aus dem Körper treiben. Und das führt zur Schmerzlinderung.
Leckere Gerichte mit Birnen


